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Konfirmation? Find ich gut!

Alle Infos zur Anmeldung, zum Unterricht und zu den Terminen der Konfirmationen in der Hospitalkirche Hof und der Friedenskirche Zedtwitz findet Ihr hier!

Wir gratulieren zur Konfirmation am 9. April 2017 in der Hospitalkirche

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Paul Engelhardt, Kevin Glowienka, Nele Lein, Robin Lein, Anna Kloz, Charlotte Ohl, Katharina Opel,  Justus Riegel, Paul Rubner, Emma Scheruhn, Laura Schott, Louis Schwarzer, Kevin Sergejew und Elias Sommer

Hier gibt's die Predigt ...

Wir gratulieren auch zur Konfirmation am 23. April 2017 in der Friedenskirche Zedtwitz!

Die KonfirmandInnen der letzten Jahre

Konfirmation? Find ich gut!

Ursprung der Konfirmation    Sinn der Konfirmation    Ziele des Konfirmandenunterrichts   Begleitung durch die Elternnach oben
Gemeinde- und Konfirmandenpraktikum   Konfirmandenfreizeit    Abendmahl    Fazit   Links

Alle Jahre ist wieder Konfirmation. Und alle Jahre sind sie fast alle dabei, die Jungen und Mädchen eines Jahrgangs.  

Warum ist das so? Konfirmation ist freiwillig!

Weil es Geld gibt und Geschenke? Weil die Eltern es so wollen? Weil es die anderen auch machen? Aus Überzeugung? Um die vollen kirchlichen Rechte zu erlangen, als da sind: Teilnahme am Heiligen Abendmahl, Anrecht auf kirchliche Trauung, Übernahme des Patenamts und aktives Wahlrecht für den Kirchenvorstand? Weil irgendeine Feier her muss, wenn die Jugendliche sich auf den Weg ins Erwachsenenleben machen?

Wahrscheinlich ist es von allem etwas! Und darüber kann man nicht klagen. Es war schon immer so!

Fragt man nach dem Ursprung der Konfirmation in der evangelischen Kirche, dann muss man eine Geschichte erzählen. Hier nur so viel:  

Die Reformation hatte die katholische Firmung als Sakrament bestritten und abgeschafft. Es war der Straßburger Reformator Martin Bucer, ein Zeitgenosse Luthers, der die Konfirmation in seiner Gemeinde einführte. Das blieb umstritten. Erst im 19. Jahrhundert hatte sich die Konfirmation in nahezu allen evangelischen Kirchen durchgesetzt.

Der Sinn der Konfirmation erschließt sich aus dem Wort selbst. Es kommt vom lateinischen "confirmare", was soviel heißt, wie "bekräftigen, begründen". Bei der Konfirmation wird ein Bekenntnis abgelegt zum Glauben und zu der Kirche, zu der man durch die Taufe bereits gehört. Da die Taufe aber in der Regel im Säuglingsalter erfolgt ist, ohne eigenes Bekenntnis, auf Wunsch der Eltern und Paten, wird das eigene Bekenntnis bei der Konfirmation nachgeholt und die eigene Taufe auf diese Weise bekräftigt und bestätigt.

Ein solches Bekenntnis verlangt gerade in unseren modernen Zeiten, in denen sich Werte und Traditionen auflösen, viel von den KonfirmandInnen (manchmal zu viel!).

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Und entsprechend hochgesteckt sind die Ziele des Konfirmandenunterrichts (manchmal zu hoch!):  
 
Die Jugendlichen sollen in die wichtigsten Sachverhalte des Glaubens eingeführt werden: z.B. Glaubensbekenntnis, Vaterunser, 10 Gebote, Abendmahl, Taufe, Beichte, Gottesdienst, Bibel, Gesangbuch et..
Sie sollen darüber nicht nur etwas wissen, sondern zu alledem eine eigene und positive Einstellung gewinnen.
Sie sollen ihren eigenen Glauben finden, vielleicht gar in der Form einer Bekehrung.
Sie sollen ihre Kirche und Gemeinde als etwas Gutes kennen lernen und erfahren.
Und das alles vor dem Hintergrund
einer Gesellschaft, in der Glaube und Kirche immer weniger eine Rolle spielen;
einer Schule, die sehr wenig nach den Werthaltungen eines Menschen fragt, sondern viel mehr nach seiner Leistung;
von Elternhäusern, in denen in der Regel nicht mehr über Religion und Glaube gesprochen wird;
einer Kirche, die oft unpersönlich, fern und wenig überzeugend erscheint;
eines schwierigen Lebensabschnitts, wie das die Pubertät für alle Jugendlichen nun mal ist.

nach obenDas macht nachdenklich...

und es macht nachsichtig im Blick auf die Jugendlichen, ihre Eltern, das ganze Unternehmen Konfirmation und hoffentlich auch im Blick auf die Kirche und die Pfarrer und Mitarbeiter, die es unternehmen. Ich begreife die zwei Jahre bis zur Konfirmation als gemeinsamen Weg mit den Jugendlichen. Wenn sich in dieser Zeit ein Anknüpfungspunkt bildet, eine gute Erfahrung mit Kirche und Glaube, dann ist viel erreicht worden; dann muss der Weg mit der eigenen Kirche nach der Konfirmation nicht zu Ende sein.
Es ist schön, wenn die Jugendlichen sich anfreunden und Gemeinschaft entsteht. Im Konfirmandenalter sind die Jugendlichen in der Regel schon sortiert und verteilt auf unterschiedliche Schultypen mit ihren eigenen Milieus und Freundeskreisen. Obwohl sie in einem Stadtgebiet wohnen, sehen sie sich kaum noch. Im Konfirmandenunterricht sitzen sie noch einmal alle beieinander. Eine nicht zu unterschätzende Chance, einander in unterschiedlichen Umfeldern wahrzunehmen und zu verstehen! Der Unterricht versucht deshalb, die Jugendlichen untereinander ins Gespräch zu bringen durch Diskussion, gemeinsames Betrachten, Gestalten und Singen. Wir laden auch die Eltern ein, einmal den Unterricht mitzuerleben und mitzumachen - bisher leider mit wenig Erfolg. Dabei ist auch die
Begleitung der Eltern wichtig! Ich freue mich daher, wenn ich Eltern sehe, die zusammen mit ihren Kindern z.B. den Gottesdienst besuchen. Auch hier gilt ja, dass das Vorbild, das Erwachsene geben, für Jugendliche viel wichtiger ist, als alle großen, schönen und mahnenden Worte!

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Deshalb versuchen wir, die Themen des Unterrichts mit praktischen Beispielen zu verbinden. In der unterrichtsfreien Zeit von Mai bis Juli absolvieren die Präparanden ein Gemeindepraktikumpdf-Datei, Acrobat-Reader erforderlich, bei dem sie Tätigkeitsfelder unseres Gemeindelebens hautnah kennenlernen und eine eigene Mitarbeit ausprobieren können, z.B. im Kindergottesdienst, beim Mesnerdienst oder in der Seniorenarbeit. Das ist auch die Idee des Konfirmandenpraktikums am Ende der Konfirmandenzeit. Die KonfirmandInnen bekommen die Möglichkeit übergemeindliche Einrichtungen der Kirche und ihre Arbeit kennen zu lernen, z.B. die Sonderschule für geistig behinderte Kinder (TPZ) oder die Behindertenwerkstatt im Lernhof besuchen. Durch das eigene Erleben werden so Überzeugungen angebahnt und Vorurteile abgebaut, wie wir es z.B. beim Besuch der Behindertenwerkstatt immer wieder eindrucksvoll erlebt haben.
Auch die
Konfirmandenfreizeit ist ein Erlebnis besonderer Art. Drei Tage miteinander leben, Konflikte austragen, Spaß haben, über ein Thema miteinander nachdenken, Gottesdienst gestalten, zwei Nächte durchplaudern und völlig fertig heimkommen. Aber man ist so etwas wie eine große Familie geworden. Und diese Erfahrung sollte man in der Kirche, der Familie Gottes, öfter machen können.

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Der Wandbehang in der Kapelle des Mutterhauses der Christusbruderschaft Selbitz

© Christusbruderschaft Selbitz

Das gilt auch von einem wichtigen Angebot Gottes an alle Menschen, dem Abendmahl. Es stiftet Gemeinschaft, Vergebung, Versöhnung, Hoffnung und Gewissheit des Glaubens. Deshalb ist es schade, wenn das Abendmahl bei der Konfirmation für viele das erste und für lange Zeit das letzte bleibt. Ein Grund hierfür ist, dass das Abendmahl bei der Konfirmation überlagert ist mit all den Aufgeregtheiten, die eine solche Feier mit sich bringt. Deshalb laden wir die KonfirmandInnen zum Abendmahl ein, sobald zwei Dinge erfüllt sind: die Taufe und der Unterricht über das Abendmahl. So haben die Jugendlichen schon vor der Konfirmation die Gelegenheit, sich in diese Feier einzufinden.  

Und auch sie soll ordentlich gefeiert werden: Die Konfirmation! Eine Woche vorher stellen wir in einem eigenen Gottesdienst der Gemeinde uns und die Dinge vor, die wir besprochen und gelernt haben (Konfirmandenvorstellung). Das ist keine Prüfung! Der Kirchenraum soll frei bleiben von Ängsten und Leistungsdruck. Gott hat andere Maßstäbe! So sagt es auch die Predigt zur Konfirmation. Man mag gerade deshalb dann den Kopf darüber schütteln, welcher Aufwand oft mit der Konfirmation getrieben wird und welche Geldbeträge im Spiel sind. Aber es soll ja niemand damit geärgert werden. Konfirmation sagt: Gott begleitet Euch mit seinem Segen und Ihr gehört nun voll zur Gemeinschaft der Christen!

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Fazit: Konfirmation ist eine Chance für Jugendliche, Eltern, MitarbeiterInnen, PfarrerInnen und die Kirchengemeinde! So Gott will, kann Glaube, Vertrauen, Gemeinschaft und Freundschaft zueinander und zur eigenen Kirche wachsen und bleiben. Deshalb lautet nicht nur mein Fazit: Konfirmation? Finde ich gut!

Pfarrer Johannes Taig

 

Infos zu aktuellen Terminen rund um die Konfirmation und die Anmeldung dazu findet Ihr auf der Serviceseite.

Und nach der Konfirmation? Angebote für Jugendliche findet Ihr in Eurer Kirchengemeinde oder beim Jugendwerk und beim CVJM in Hof, Marienstr. 5.

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soweit nicht anders angegeben: © Text und Photos:  Pfarrer Johannes Taig, Hospitalkirche Hof, im April 2001
Zur Erstellung dieser Seite habe ich in meiner Fotokiste gekramt. Allen, die sich wieder erkannt haben, viele Grüße aus Hof! 
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