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Pfr.
Rudolf Koller
Hospitalkirche Hof
Studierendenseelsorge an den
beiden Hochschulen in Hof
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Pfarrer Rudolf
Koller
Ritter-von-Münch-Str. 11,
95028 Hof,
Tel. (0 92 81)
31 15, Fax (0 32
22) 9 804 780
E-Mail:
rudolf.koller-2@t-online.de
So manches „Wort fürs Leben“
spricht zu einem erst nach vielen Jahren. Als ich bei einem Besuch in meiner
Geburtsstadt Bad Tölz meinen Taufbucheintrag gezeigt bekam, stand dort als
Taufspruch die letzten Worte aus dem Matthäusevangelium: „Gehet hin in alle
Welt...“ (Mt. 28, 18-20).
Auf der Heimfahrt musste ich an die bisherigen
Stationen meines Lebens denken, denn in meinem Leben hat es mich zwar nicht
in alle Welt, aber doch viel in der Welt herumgebracht: Aufgewachsen in
München als einziges Kind einer Arbeiterfamilie durfte ich das Gymnasium
besuchen, das ich 1977 mit der Abiturreife verließ. Sehr zur Überraschung
meiner Eltern entschied ich mich, Theologie zu studieren – nicht weil ich
besonders fromm war, sondern weil das Theologiestudium meine vielfältigen
Interessen am besten abdeckte. Sprachen, Philosophie, Geschichte,
Psychologie ... ich habe die Entscheidung nie bereut!
Nach dem Studium in München und Neuendettelsau und nach
meiner Vikariatszeit in Freising kam ich 1987 als frischgebackener Pfarrer
z.A. nach Wunsiedel ins Fichtelgebirge – sozusagen von der Großstadt-Welt an
den (damaligen) Rand der Welt. Eine für mich neue Erfahrung, für die ich bis
heute dankbar bin. Denn so lernte ich evangelisches Kernland mit seinen
Traditionen kennen.
Und meine (erste) Ehefrau. Mit ihr kam noch einmal eine
ganz andere Welt in den Blick. Nicht nur dass ich Vater von zwei Kindern
wurde; mit ihr beschloss ich 1990 mit dem bayerischen Missionswerk nach
Übersee zu gehen. Nach fast 1-jähriger Vorbereitungszeit war ich 1991
schließlich der leitende Pfarrer der Mombasa Lutheran Church in Kenia. Von
den Erfahrungen in dieser Zeit erzähle ich Ihnen gerne. Aber nicht hier,
sondern doch eher im persönlichen Gespräch. Denn dazu gehört dann auch die
Geschichte, wie mir meine Welt verloren ging, als ich 1993 aus familiären
Gründen Mombasa verlassen musste.
Seit meiner Rückkehr entdecke ich meine „alte Welt“ mit
neuen Augen. Und auch den Schluss meines Taufspruches lese ich heute mit
neuen Augen: „Und siehe, Ich bin bei dir alle Tage bis an der Welt Ende!“
In den folgenden Jahren war ich abwechselnd als
Gemeinde- und als Schulpfarrer im Münchner Raum tätig. Und habe das große
Glück gehabt, vor Jahren meine jetzige Frau Monika kennen gelernt zu haben,
selber Mutter von drei (erwachsenen) Kindern und gelernte Krankenschwester,
die in der Kinder- und Jugendpsychiatrie arbeitet.
Gemeinsam sind wir
im Januar 2008 zu
Ihnen nach Hof gefahren, haben uns im Kirchenvorstand Ihrer
Hospitalkirchengemeinde vorgestellt und gefragt, ob wir bei Ihnen beruflich
und familiär ein neues Zuhause finden dürfen – nicht mehr am Rande der Welt,
sondern jetzt ja mitten in Deutschland! Die herzliche Antwort hat uns nur
gefreut! So
sind wir nun
seit Juli
2008 zu Ihnen
nach Hof gekommen
– um Anteil zu nehmen an Ihrer Welt und Anteil zu geben an unserer – und
Ausschau zu halten nach Gottes Welt mitten in unserer Welt!
Ich grüße Sie herzlich, auch im Namen meiner
Frau mit unserem Trauspruch: „Denn siehe, ich will Neues schaffen, jetzt
wächst es auf, erkennt ihr’s denn nicht?" (Jes.43,19)
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