|
zurück zu: Homepage Hospitalkirche |
|
"Schatzkästlein Hofs" |
Die Hospitalkirche bei Wikipedia |
|
wird die Hospitalkirche
genannt. Erbaut
wurde sie Mitte des 13.
Jahrhunderts (nach 1260) zusammen mit dem
"Hospital".
Die Kirche war Teil dieses Armenspitals, das sich "Zum Heiligen-Geist-Spital"
nannte und wie andere
Spitäler des Mittelalters außerhalb
der Stadtmauern und an einem Fluss, hier der Saale, gelegen war. Der
Hospitalkirche wurde der Name "Zu unserer lieben Frau" beigelegt. |
|
Am 25.01.1430 fielen die Hussiten in Hof ein. Martini 1464 wurde die Kirche erneuert. Am 5. September 1529 begann mit einer Deutschen Messe, die Magister Kaspar Löner in St. Michaelis feierte, die Schaffung des evangelischen Kirchenwesens in Hof, wodurch auch |
![]() |
|
![]() |
die Hospitalkirche lutherisch wurde. 1553 führte der Landesherr Markgraf Albrecht Alcibiades Krieg gegen Bamberg, Würzburg und vor allem mit dem Burggrafen von Nürnberg. Dieser schickte den Kriegsobristen Heinrich Reuß von Plauen, Burggraf zu Meißen mit "zwei Fähnlein" zur Belagerung nach Hof. Die Hospitalkirche wurde als Kriegslager benutzt. Die Markgräfler schossen die Kirche daraufhin bis auf die Grundmauern zusammen. 1557 wurde die Kirche erneuert und kam zu diesem Anlass zu ihrem spätgotischen Marienaltar. Der war ursprünglich für die 1. Kapelle der Michaeliskirche geschnitzt worden, durch die Reformation aber frei geworden und fand so seinen Platz in der Hospitalkirche. Heute ist er das bedeutendste Kunstwerk der Stadt Hof. Der Schöpfer war lange Zeit unbekannt. Bis zum Jahr 2007 wurde gerätselt, wem die Initialen MH im Wappen links und rechts neben der Predella zuzuordnen sind. Rudolf Strößner kam schließlich dem Künstler und Schöpfer des Altars im Zwickauer Dom (Marienkirche) bei der Betrachtung des dortigen "Heiligen Grabs" auf die Spur. |
|
|
Dort findet sich ein identisches Wappen, dass zu Michael Heuffner gehört. Michael Heuffner war ein Zeitgenosse (und vermutlich ein Schüler oder Mitarbeiter) Peter Breuers (1472-1541). In der freien Reichstadt Eger 1483 geboren, der Nürnberger Schule zugeordnet, wirkte er in Zwickau. Das "Heilige Grab" im Zwickauer Dom entstand 1507. Für die Reinsdorfer Kirche schuf er 1510 einen Altar, dessen Figuren heute im Städtischen Museum in Zwickau stehen. Der Altar der Hospitalkirche entstand 1511. Im gleichen Jahr soll er in Zwickau mit nur 28 Jahren verstorben sein. |
||
![]() |
Der Altarschrein enthält 3 Figuren: Maria mit dem Christuskind in der Mitte, die Heilige Katharina links und die Heilige Barbara rechts vom Betrachter aus gesehen. Die beiden Altarflügel enthalten Motive aus der Weihnachtsgeschichte. Besonders bemerkenswert ist die Kassettendecke der Kirche. Sie besteht aus 90 Tafeln, die auf Vorschlag des damaligen Pfarrers Nikolaus Meyer von dem Hofer Maler Heinrich Lohe gestaltet wurde. Die Darstellungen von Geschichten aus dem Alten und Neuen Testament lehnen sich eng an die Bilder von Matthäus Merian d.Ä. ("Merianbibel") an, teils an die Kupferstiche des Niederländers Cornelius Vischer, mit denen eine Osianderbibel von 1665 versehen war. Sie wurden innerhalb eines Jahres von Juli 1688 bis August 1689 vollendet. Diese Arbeit fand solchen Beifall, dass der Maler noch im gleichen Jahr den Auftrag erhielt, den Orgelchor mit Bildern musizierender Engel und die obere Empore mit solchen aus der Passionsgeschichte zu schmücken. 1693 erhielt |
| die Kanzel ihren geschnitzten Schalldeckel mit Figuren von Johann Nikolaus Knoll. Die Bilder an der unteren Empore wurden von dem Historienmaler Bischof aus Weißenhorn anlässlich der Renovierung der Kirche im Jahre 1905 gemalt. Sie sind schlechter erhalten als die übrigen Bilder der Kirche, da bereits moderne Lackfarben verwendet wurden. 1938 wurden die Fenster an der Ostseite von dem Künstler Helmut Ammann (1907-2001) aus München mit Glasmalerei versehen. Im gleichen Jahr bekam die Kanzel einen neuen Treppenaufgang, an dessen Fuß zwei Engel stehen, die ebenfalls von Helmut Ammann geschaffen wurden. 1947 wurde die Hospitalkirche eine von St. Michaelis unabhängige und selbständige Kirchengemeinde. Die Orgel von dem Orgelbauer Simon aus Landshut stammt aus dem Jahr 1968. Im Jahr 2005 wurde die Orgel gründlich gereinigt und überholt. Altar, Kanzeldeckel und der Epitaph "Teich von Bethesda" wurden ebenfalls im Jahr 2005 gereinigt und restauriert. 2007 erfolgte die Restaurierung der Rotgussleuchter von 1710 und 1711 sowie der Wandleuchten auf den Emporen. Es wurden vier neue Beleuchtungskörper in die Kirche eingebracht, die auch die Decke bestrahlen. |
|
|
| Klicken Sie auf die Bilder um eine vergrößerte Ansicht zu erhalten. |
|
|
|
-
"Wer
schuf den spätgotischen Altarretabel der Hospitalkirche in Hof?"/
Von Rudolf Strößner |
|
|
Tipp:
Zum Download von PDF-Dateien mit rechter Maustaste auf das Link klicken,
dann auf "Ziel speichern unter". Holen Sie sich zum Lesen den Adobe
Reader. |
| Impressum |
zurück zu: Homepage Hospitalkirche |