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Der Studienkreis
Meister Eckhart findet immer montags um 19.30 Uhr in den Räumen des
Pfarramts, Unteres Tor 9 statt.
Und zwar am:
- 17. Juni 13 (An
diesem Abend geht es um die Predigt 17 mit Claus
Henneberg.)
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- 22. Juli 13
- 23. September 13
- 21. Oktober 13
- 09. Dezember 13
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Mystik - das ist wohl
das Stichwort, das uns zuerst eingefallen ist, als Herr Claus
Henneberg von der Idee erzählte, einen Studienkreis zu Meister
Eckhart ins Leben zu rufen. Ihm waren die Predigten und Traktate
dieses mittelalterlichen Meisters der Theologie in die Hände
gefallen. Sie hatten ihn nicht mehr losgelassen.
Mystik - darunter stellt sich der moderne
Zeitgenosse vielleicht schummerige Beleuchtung und ebenso
schummeriges, irgendwie religiöses Fühlen und Erleben vor. Damit
ist man bei Eckhart aber an der falschen Adresse.
Um 1260 in Hochheim
bei Erfurt in Thüringen geboren (zu dieser Zeit wurde das
Hospital und die Hospitalkirche erbaut!), schloss
sich Eckhart in seiner Jugend in Erfurt dem Dominikanerorden an
und wurde in Köln, dann in Paris ausgebildet. 1302 legte er in
Paris die Magisterprüfung ab - daher sein Beiname - und
bekleidete dann verschiedene höhere Funktionen in seinem Orden.
Er wirkte dann als Lehrer an der Universität in Paris,
gleichzeitig wurde er der erste Provinzial seines Ordens in
Deutschland: von 1303 bis 1311 betreute er von Erfurt aus die
Großprovinz "Saxonia" von Holland bis in die Mark Brandenburg.
Ab 1314 wirkte er für seinen Orden von Straßburg aus. Nun
gelangte er auch als Prediger zu höchstem Ruhm; zugleich wurde
er der bedeutendste deutschsprachige Mystiker.
Eckharts Ziel war die Einswerdung der
menschlichen Seele mit Gott, die "unio mystica" als Geburt
Gottes im Seelengrund. Eckhart scheute auch kühne und
spekulative Ansichten nicht. Er legte dabei den Grundstein für
eine neue religionsphilosophische und mystische Begrifflichkeit
in der deutschen Sprache. Thomas von Aquin, der Neuplatonismus,
arabische Denker und der jüdische Philosoph Moses Maimonides
haben Eckharts Denken geprägt. Er hat es seinen Schülern
Johannes Tauler und Heinrich Seuse weitergegeben.
1322 kam Eckhart als Leiter des Grundstudiums
nach Köln. Er geriet aber immer mehr mit der katholischen Kirche
in Konflikt. Für die Lehre der Kirche beachtete er den
Unterschied zwischen dem Sein Gottes und dem der Geschöpfe zu
wenig. 1326 wurde er von Mitbrüdern seines Ordens denunziert und
vor der Inquisition angeklagt. Er musste sich mehrfach in
Avignon dem Verfahren stellen. Vorgehalten wurde ihm z. B. der
Satz "dass Gott nicht über uns steht, sondern in uns Menschen
lebt". Eckhart widerrief, trotzdem starb er zwei Jahre später im
Ruf eines Irrlehrers. Papst Johannes XXII. verurteilte 1329 -
kurz nach Eckharts Tod - 17 Textstellen aus seinen Werken als
häretisch und 11 als häresieverdächtig. (vgl. Artikel „Eckhart“
bei
heiligenlexikon.de)
Seit November 2005 beschäftigt sich eine Gruppe von
Gemeindemitgliedern und anderen Interessierten einmal im Monat
mit den Predigten des thüringischen Dominikaners und
Theologieprofessors Eckhart, die er 200 Jahre vor Martin Luther
auf Deutsch gehalten hat. Allein die Tatsache, dass er sich
nicht in lateinischer Sprache an Theologen, sondern direkt an
das Volk wendet, ist bemerkenswert. Er setzt zwar in seinen
wortgewaltigen deutschen Predigten das um, was er an
Glaubenserkenntnissen erarbeitet hat, weist aber auch den Weg,
den jeder Mensch in seinem Leben auf der Suche nach Gott gehen
kann. Man hat ihn deshalb einen "Lebemeister" genannt, im
Unterschied zum "Lesemeister", der er als Professor war. Die
entscheidende Aussage Meister Eckharts ist: Entledige dich aller
deiner Egoismen und ergebe dich mit deinem Eigenwillen in den
Willen Gottes - "Dein Wille geschehe!" In diesem Augenblick der
Gelassenheit geschieht in der Seele des Menschen durch Gottes
Gnade die Geburt des Sohnes, der wesensgleich mit dem Vater ist.
Zu einer solchen Erkenntnis gelangte der Meister jedoch nicht
durch "mystische" Innenschau, sondern auf philosophischem Wege
"im Licht der Vernunft", die dem Menschen von Gott anvertraut
ist. Fast 500 Jahre lang war es still um Meister Eckhart
geworden, bis ihn die deutsche Romantik und die Philosophie des
19. und 20. Jahrhunderts (z.B. Erich Fromm "Haben oder Sein")
wieder entdeckt hat. Seitdem nimmt sein Einfluss auch in der
evangelischen Theologie langsam aber stetig zu, weil sie sich
davon eine neue, tiefere Begründung des christlichen Glaubens in
Zeiten der Ratlosigkeit und esoterischen Beliebigkeit
versprechen darf.
„Der Mensch soll sich gewöhnen, sich in allen
seinen Werken allzeit in das Leben und Wirken unseres Herrn Jesu
Christi hineinzubilden, in all seinem Tun und Lassen, Leiden und
Leben, und halte hierbei allzeit ihn vor Augen, so wie er uns
vor Augen gehabt hat.“ (Eckhart, Traktate, S.76)
Wenn Sie Lust haben, mit uns der Predigt eines
alten Meisters nachzusinnen, die Einsamkeit Ihrer
protestantischen Seele (H.C. Zander) zu durchbrechen und die ein
oder andere Perle auch für sich selbst zu entdecken, sind Sie
herzlich eingeladen bei uns einzusteigen.
Claus Henneberg/ Pfr. Johannes Taig
Literatur,
Informationen und
Links zu Meister Eckhart
-
Udo Kern, Der Gang der Vernunft
bei Meister Eckhart
Rostocker Theologische Studien
Bd. 25, Lit Verlag Münster, 2012, (Buch
bestellen)
-
Peter Heidrich, Im Gespräch mit
Meister Eckhart und Maimonides, herausgegeben von Michael
Niemann,
Rostocker Theologische Studien
Bd. 22, Lit Verlag Münster, 2010 (Buch
bestellen)
- Kurt Flasch, Meister Eckhart:
Philosoph des Christentums, C.H.Beck, München 2010 (Buch
bestellen)
-
Reader zu Meister Eckhart
(280 KB)

-
Meister Eckhart und seine Zeit
-
Die Meister-Eckhart-Gesellschaft
-
Meister Eckhart bei theology.de
-
Eckhart – Universitätsbibliothek der FU
Berlin
-
Meister Eckhart – Wikipedia
-
Meister Eckhart – Ökumenisches
Heiligenlexikon
-
Meister Eckhart bei Amazon
-
Predigten und Traktate bestellen...
Mit Eckhart gepredigt
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Predigt auf das MP3-Symbol |
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Die Referate der Abende:

-
13. Mai 13 (Predigt 7 mit Claus
Henneberg.)
-
22. April 13
(Predigt 5 mit Claus Henneberg)
-
18. März 13
(Predigt 4 mit Claus Henneberg)
-
18. Februar 13 (Predigt 3 mit Gunther Fenge.)
-
21. Januar 13
(Predigt 1 mit Pfr. Taig)
-
3. Dezember 12
(Predigt 59 mit Claus Henneberg.)
-
22. Oktober 12 (Reden der Unterweisung Nr.
21, Quint S.87 ff. mit Leonore Scheruhn)
-
24. September 12
(Reden der Unterweisung Nr. 20, Quint S.82 ff. mit
Claus Henneberg.)
-
23. Juli 12
(Reden der Unterweisung 18-19, Quint S.80 ff. mit
Pfr. Taig.)
-
25. Juni 12
(Reden der Unterweisung 13-14, Quint S.73f. mit
Claus Henneberg)
-
21. Mai 12
(Predigt 24 mit Gunther Fenge.)
-
23. April
12
(Predigt 53 mit Pfr. Taig)
-
26. März 12
(Predigt 51 mit Claus Henneberg.)
-
27. Februar 12
(Predigt 41 mit Claus Henneberg)
-
23. Januar 12
(Plotin und Meister Eckhart, mit Gunther Fenge)
-
05. Dezember 11
(Predigt 31 mit Pfr. Taig.)
-
24. Oktober 11
(Predigt 27 mit Claus Henneberg.)
26. September 11
(Predigt 19 mit Pfr. Taig.)
-
18. Juli 11
(Predigt 18 mit Claus Henneberg)
-
06. Juni 11
(Reden der Unterweisung 4-5, Quint S. 57f. mit Pfr.
Taig)
-
09. Mai 11
(Reden der Unterweisung 2 und 3 mit Gunther Fenge,
Quint S. 54ff.)
-
11. April 11
(Predigt 32 mit Claus Henneberg)
-
14. März 11
(Reden der Unterweisung Nr. 1, Quint S. 53f., mit
Gunther Fenge)
-
14. Februar 11
(Reden der Unterweisung, Nr. 10, Quint S. 65f. mit
Claus Henneberg)
-
17. Januar 11
(Predigt 26 mit Claus Henneberg)
-
06. Dezember 10
("Meister Eckhart und
die Lehre von der Trinität" von Gunther Fenge)
-
25. Oktober 10
(Predigt 8 mit Pfr.
Taig)
-
20. September 10
(Predigt 42 mit Pfr.
Taig)
-
19. Juli 10
(Reden der Unterweisung, Nr. 6, Quint S. 58ff., mit
Claus Henneberg)
-
21. Juni 10
(Predigt 21 mit Pfr.
Taig)
-
17. Mai 10
(Predigt 55 mit Claus
Henneberg)
-
19. April 10
(Predigt 54 mit
Gunther Fenge)
-
15. März 10
(Predigt 2 mit Claus
Henneberg)
-
22. Februar 10
(Predigt 30 mit Pfr. Taig
-
18. Januar 10
(Meine
Eckhart-Lieblingsstelle)
-
14. Dezember 09
(Predigt 29 mit Claus
Henneberg)
-
19. Oktober 09
(Predigt 38 mit Pfr. Taig)
-
28. September 09
(Predigt 39 mit Pfr. Taig)
-
20. Juli 09
(Predigt 23 mit Claus
Henneberg)
-
15. Juni 09
(Predigt 9 mit Claus Henneberg)
-
18. Mai 09
(Reden der Unterweisung 16
und 17, Quint S. 76ff. mit Pfr. Taig.)
-
20. April 09
(Reden der Unterweisung 7,
Quint S. 62f., mit Claus Henneberg.)
-
16. März 09
(Predigt 58 mit Claus
Henneberg und Leonore Scheruhn)
-
16. Februar 09
(Die Bulle Johannes XXII, Quint S. 449, Art. 9-13,
16-19, 20-22, von Gunter Fenge)
-
19. Januar 09
(Predigt
13 mit Helga Fischer)
-
15. Dezember 08
(Predigt 12 mit Pfr.
Taig)
-
17. November 08
(Die "Legenden",
Quint, S. 443 ff.)
-
20. Oktober 08
(Predigt 49 mit Claus
Henneberg)
-
29. September 08
(Predigt 48 mit Pfr. Taig)
-
23. Juni 08
("Vom
edlen Menschen", Quint,
S.140-149 mit
Claus Henneberg)
- 26.
Mai 08
("Mein Lieblingstrost",
Teil
2)
-
14. April 08
("Mein Lieblingstrost",
Teil 1)
-
18. Februar 08
(Buch
der göttlichen Tröstung, Quint S. 102-106)
-
14. Januar 08
(Predigt 47 mit Pfr.
Taig)
- 10.
Dezember 07
(Predigt 46)
- 19.
November
(Predigt 45)
-
15. Oktober 07
(Predigt 44 mit
Claus Henneberg)
-
17. September 07
(Predigt 50 mit Beate Franz)
-
16. Juli 07
(Predigt 36 mit Pfr. Taig)
-
11. Juni 07
(Reden der Unterweisung 11+12,
mit Claus Henneberg)
-
21. Mai 07
(Predigt 56 mit Pfr.
Taig)
-
30. April 07
(Predigt 34, Teil 2 mit Vikar
Jörg Mahler)
-
12. März 2007
(Predigt 34 mit Vikar
Jörg Mahler)
-
12. Februar 2007
(Predigt 33 mit Pfr. Taig)
-
15. Januar 2007
(Predigt 22 mit
Claus Henneberg)
-
04. Dezember 06
(Vortrag von Herrn Georg
Fickenscher, "Nagarjuna – Die Philosophie der Leere"
(ca. 2. Jahrh. n.Chr.)
-
23.Oktober 2006
(Reden der Unterweisung,
Kap.3-5 mit Claus
Hennberg)
-
18. September
2006 (Fernsehabend)
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24. Juli 2006
(Predigt 25 mit Pfr.
Taig)
-
19. Juni 2006
(Predigt 17 mit Claus Henneberg)
-
08. Mai 2006
(Predigt 35 mit
Gisela Schönweiß)
-
20. März 2006
(Predigt 32 mit Leonore Scheruhn)
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20. Februar 2006
(Predigt 10 mit Claus
Hennberg)
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23. Januar 2006
(Predigt 7 mit Vikar Michel
Krauß)
-
12. Dezember 2005
(Predigt 2 mit Pfr.
Taig)
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14. November 2005
(Predigt 1)
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