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1.Buch der Könige Kapitel 19
Nachdem sich die Drohung Elias
erfüllt hatte und es drei Jahre nicht geregnet hatte, spricht Elia erneut
mit Ahab. Er vereinbart mit ihm einen Prophetenwettstreit, in dem sich
klären soll, welcher Gott der wahre Gott ist. Die Priester des
philistäischen Baals sollen Rinder schlachten und Scheiterhaufen bauen,
um sie ihrem Gott zu opfern. Elia wird es genauso machen. Keiner aber darf
die Opfer anzünden. Der wahre Gott soll das richtige Opfer anzünden.
Schließlich brennt Elias Opfer durch einen Blitz und Elia läßt die
anwesenden Baalspriester töten und muß erneut fliehen:
1 Ahab erzählte Isebel alles, was Elija
getan, auch daß er alle Propheten mit dem Schwert getötet habe.
2 Sie schickte einen Boten zu Elija und ließ ihm sagen: Die Götter sollen
mir dies und das antun, wenn ich morgen um diese Zeit dein Leben nicht dem
Leben eines jeden von ihnen gleich mache.
3 Elija geriet in Angst, machte sich auf und ging weg, um sein Leben zu
retten. Er kam nach Beerscheba in Juda und ließ dort seinen Diener zurück.
4 Er selbst ging eine Tagereise weit in die Wüste hinein. Dort setzte er
sich unter einen Ginsterstrauch und wünschte sich den Tod. Er sagte: Nun
ist es genug, Herr. Nimm mein Leben; denn ich bin nicht besser als meine
Väter.
5 Dann legte er sich unter den Ginsterstrauch und schlief ein. Doch ein
Engel rührte ihn an und sprach: Steh auf und iß!
6 Als er um sich blickte, sah er neben seinem Kopf Brot, das in glühender
Asche gebacken war, und einen Krug mit Wasser. Er aß und trank und legte
sich wieder hin.
7 Doch der Engel des Herrn kam zum zweitenmal, rührte ihn an und sprach:
Steh auf und iß! Sonst ist der Weg zu weit für dich.
8 Da stand er auf, aß und trank und wanderte, durch diese Speise gestärkt,
vierzig Tage und vierzig Nächte bis zum Gottesberg Horeb.
9 Dort ging er in eine Höhle, um darin zu übernachten. Doch das Wort des
Herrn erging an ihn: Was willst du hier, Elija?
10 Er sagte: Mit leidenschaftlichem Eifer bin ich für den Herrn, den Gott
der Heere, eingetreten, weil die Israeliten deinen Bund verlassen, deine
Altäre zerstört und deine Propheten mit dem Schwert getötet haben. Ich
allein bin übriggeblieben, und nun trachten sie auch mir nach dem Leben.
11 Der Herr antwortete: Komm heraus, und stell dich auf den Berg vor den
Herrn! Da zog der Herr vorüber: Ein starker, heftiger Sturm, der die Berge
zerriß und die Felsen zerbrach, ging dem Herrn voraus. Doch der Herr war
nicht im Sturm. Nach dem Sturm kam ein Erdbeben. Doch der Herr war nicht
im Erdbeben.
12 Nach dem Beben kam ein Feuer. Doch der Herr war nicht im Feuer. Nach
dem Feuer kam ein sanftes, leises Säuseln.
13 Als Elija es hörte, hüllte er sein Gesicht in den Mantel, trat hinaus
und stellte sich an den Eingang der Höhle.
14 Da vernahm er eine Stimme, die ihm zurief: Was willst du hier, Elija?
Er antwortete: Mit Leidenschaft bin ich für den Herrn, den Gott der Heere,
eingetreten, weil die Israeliten deinen Bund verlassen, deine Altäre
zerstört und deine Propheten mit dem Schwert getötet haben. Ich allein bin
übriggeblieben, und nun trachten sie auch mir nach dem Leben.
15 Der Herr antwortete ihm: Geh deinen Weg durch die Wüste zurück, und
begib dich nach Damaskus! Bist du dort angekommen, salbe Hasaël zum König
über Aram!
16 Jehu, den Sohn Nimschis, sollst du zum König von Israel salben, und
Elischa, den Sohn Schafats aus Abel-Mehola, salbe zum Propheten an deiner
Stelle.
17 So wird es geschehen: Wer dem Schwert Hasaëls entrinnt, den wird Jehu
töten. Und wer dem Schwert Jehus entrinnt, den wird Elischa töten.
18 Ich werde in Israel siebentausend übriglassen, alle, deren Knie sich
vor dem Baal nicht gebeugt und deren Mund ihn nicht geküßt hat.
19 Als Elija von dort weggegangen war, traf er Elischa, den Sohn Schafats.
Er war gerade mit zwölf Gespannen am Pflügen, und er selbst pflügte mit
dem zwölften. Im Vorbeigehen warf Elija seinen Mantel über ihn.
20 Sogleich verließ Elischa die Rinder, eilte Elija nach und bat ihn: Laß
mich noch meinem Vater und meiner Mutter den Abschiedskuß geben; dann
werde ich dir folgen. Elija antwortete: Geh, aber komm dann zurück!
Bedenke, was ich an dir getan habe.
21 Elischa ging von ihm weg, nahm seine zwei Rinder und schlachtete sie.
Mit dem Joch der Rinder kochte er das Fleisch und setzte es den Leuten zum
Essen vor. Dann stand er auf, folgte Elija und trat in seinen Dienst.
Elischa wird also von Elia zu seinem
Nachfolger berufen. Jehu wird von einem ihrer Schüler zum König gesalbt,
richtet grausamste Blutbäder an und richtet das Land wirtschaftlich
zugrunde. Die Texte um Jehu sind die wohl schwierigsten Texte der Bibel
überhaupt. Sie wären wohl kaum zu ertragen, wäre nicht in den Texten
selbst einiges Unbehagen Jehu gegenüber zu spüren und ständen ihnen
nicht Texte wie das Gebot der Feindesliebe gegenüber.
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