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1.Könige 3
David wird sehr alt und stirbt.
Nach einigen Thronwirren wird Salomon König. Er ist der Sohn von David
und Bathseba. Berühmt wurde er durch seine sprichwörtliche Weisheit:
16 Damals kamen zwei Dirnen
und traten vor den König.
17 Die eine sagte: Bitte, Herr, ich und diese Frau wohnen im gleichen
Haus, und ich habe dort in ihrem Beisein geboren.
18 Am dritten Tag nach meiner Niederkunft gebar auch diese Frau. Wir waren
beisammen; kein Fremder war bei uns im Haus, nur wir beide waren dort.
19 Nun starb der Sohn dieser Frau während der Nacht; denn sie hatte ihn im
Schlaf erdrückt.
20 Sie stand mitten in der Nacht auf, nahm mir mein Kind weg, während
deine Magd schlief, und legte es an ihre Seite. Ihr totes Kind aber legte
sie an meine Seite.
21 Als ich am Morgen aufstand, um mein Kind zu stillen, war es tot. Als
ich es aber am Morgen genau ansah, war es nicht mein Kind, das ich geboren
hatte.
22 Da rief die andere Frau: Nein, mein Kind lebt, und dein Kind ist tot.
Doch die erste entgegnete: Nein, dein Kind ist tot, und mein Kind lebt. So
stritten sie vor dem König.
23 Da begann der König: Diese sagt: Mein Kind lebt, und dein Kind ist tot!
und jene sagt: Nein, dein Kind ist tot, und mein Kind lebt.
24 Und der König fuhr fort: Holt mir ein Schwert! Man brachte es vor den
König.
25 Nun entschied er: Schneidet das lebende Kind entzwei, und gebt eine
Hälfte der einen und eine Hälfte der anderen!
26 Doch nun bat die Mutter des lebenden Kindes den König - es regte sich
nämlich in ihr die mütterliche Liebe zu ihrem Kind: Bitte, Herr, gebt ihr
das lebende Kind, und tötet es nicht! Doch die andere rief: Es soll weder
mir noch dir gehören. Zerteilt es!
27 Da befahl der König: Gebt jener das lebende Kind, und tötet es nicht;
denn sie ist seine Mutter.
28 Ganz Israel hörte von dem Urteil, das der König gefällt hatte, und sie
schauten mit Ehrfurcht zu ihm auf; denn sie erkannten, daß die Weisheit
Gottes in ihm war, wenn er Recht sprach.
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